SG O/A spielt um Deutsche Meisterschaft!

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Jeweils eine gut gefüllte Halle  an beiden Tagen, stimmgewaltige Handballfans, ein schillerndes Erlebnis und vor allem mehrere Stunden hochklassigen Handball – das ist das Final Four um die Deutsche A- und B-Jugend Meisterschaft in Berlin, der unbestrittene Saison-Höhepunkt jeder Jugend-Handball-Saison in Deutschland.

Während sich das HBLZ Großwallstadt und HSG Menden/Lendringsen im ersten Halbfinale (13.00 Uhr) duellieren, trifft die SG Ottenheim/Altenheim am Samstag um 15.00 Uhr auf den TV Hüttenberg.

Die SG O/A ist zum ersten Mal im Final-Four dabei. Nach dem die SG Ottenheim/Altenheim, sowohl die Handball-Akademie Leipzig/Delitzsch als auch den SC Magdeburg sensationell aus dem Wettbewerb geworfen hat, laufen die Vorbereitungen auf das Halbfinale um die Deutsche Meisterschaft auf Hochtouren.

Die SG O/A hatte zwei Wochen Zeit, um sich auf den kommenden Gegner aus dem hessischen Hüttenberg einzustellen. SG-Trainer Jonas Eble erklärte mit ein stoischen Gelassenheit und Ruhe im Vorfeld des Final-Four in Berlin: „Wir haben uns über die ganze Saison keine formalen Ziele gesetzt und das werden wir auch jetzt nicht tun. Es gilt wie bei jedem Spiel für uns das Maximale abzuliefern und damit auch herauszuholen. Wir spielen nicht Handball, weil wir so viel Freude daran haben  uns mit Zukunftsszenarien zu beschäftigen, sondern weil wir so viel Spaß am Handballspiel haben. Dementsprechend sind nur die 50. Spielminuten im Halbfinale essentiell. Das Ergebnis interessiert uns erst nach dem Abpfiff. “  Der TV Hüttenberg agiert mit einer äußerst kompakten 3:2:1-Abwehr und einem sehr variablen Angriffsspiel. Aufgrund der mannschaftlichen Geschlossenheit und dem Tempospiel das der TV Hüttenberg aufzieht steht er zu Recht im Final- Four. „Das klingt jetzt eher banal, aber Hüttenberg hat ganz einfach richtig Qualität", zollt SG-Trainer Jonas Eble dem Gegner vollsten Respekt.
Unversucht lassen wird man in Reihen der SG aber nichts. Die berühmte Vorfreude schwingt derzeit in Worten und Taten mit. Die Stimmung in der Mannschaft ist super und die Spieler freuen sich auf dieses Saison-Highlight. „Das einzige was der Zukunft so viel Bedeutung verleiht, ist das Träumen von positiven Ereignissen, die in ihr liegen. Die Bedeutung der Gegenwart liegt jedoch darin, dass sie mit Taten gefüllt werden muss. Dementsprechend ist alles super bei uns und ein völlig normaler gedanklicher Prozess der abläuft“, so SG-Trainer Eble.  So auch am Ende des Dienstags-Trainings, als sich noch einmal seine Spieler an der Höhe des Mittelkreises versammelten und ein kollektives Urgeschrei das Ende der Übungseinheit, wie jedes Mal, verkündete. Vor dem Halbfinale am Samstag werden die SG-Spieler zwar noch einmal Schwitzen, aber in dosierter Art und Weise. Am morgigen Freitag geht es bereits Richtung Berlin, so dass der SG O/A-Tross am Freitagabend ihr Hotel im Berliner Osten erreicht. Vor allem werden sich aber auch SG-Fans auf den Weg machen. Somit werden eine Vielzahl SG-Anhänger in der Halle sein. Ebenso ist es gut möglich, dass vor Ort „Verbündete" gefunden werden. Eine Fan-Gemeinschaft aus Großwallstadt und Baden wäre möglicherweise bei den Halbfinalspielen durchaus denkbar und förderlich für beide Teams aus Süddeutschland. Auf Grund dessen fordert Marco Fels, Mannschaftskapitän der SG Ottenheim/Altenheim, die SG-Fans auf sich bereits um 13:00 Uhr in die Halle zu begeben, um auch das HBLZ Großwallstadt zu unterstützen.
Die gute Nachricht aus dem SG-Lager ist, dass bis auf den Langzeitverletzten Tobias Hierlinger alle Mann an Bord sein werden. Peter Strosack, der auf Grund einer Schulterverletzung in den vergangenen Tagen mehrere Behandlungen genossen hat, ist wieder dabei. „Und jeder der dabei ist, kann auch spielen", betont Jonas Eble. Zur Sicherheit hatte Chefcoach Eble seinen Rechtsaußen vom Mannschaftstraining am Dienstagabend freigestellt. Er war aber bei der Mannschaft präsent, absolvierte jedoch ein individuelles Trainingsprogramm. „Reine Sicherheitsmaßnahme, dass wir am Samstag mit all unserer uns gegebenen Energie und Konzentration für eine weitere Vollgas-Veranstaltung sorgen können. Meine Jungs haben so viel trainiert, dass sich eine verpasste Trainingseinheit, nicht auf die Leistung am Wochenende auswirkt ", so der Trainer mit ruhiger Stimme.
Während seiner Vorbereitung hat der 28-Jährige die jüngsten Auftritte des TV Hüttenberg im Viertelfinale gegen die SG Flensburg/Handewitt per Videostudium analysiert. Ebenso das Spiel seiner Truppe in Magdeburg vor zwei Wochen. „Ich weiß im Nachhinein, wie viel Druck wir dann doch vor dem Rückspiel in Magdeburg hatten, das Ding nicht mehr zu vergeigen", reflektierte Eble. „Dementsprechend wird zum einen die Lockerheit zurückkehren und zum anderen weiß ich aber auch, was bei uns gut geklappt hat und wo die Hüttenberger ihre Schwächen haben." Mehr wollte er allerdings nicht verraten.
Der Kontrahent aus dem Hessischen fährt nach dem 13 Tore Sieg gegen die Flensburger und dem problemlosen Weiterkommen ins Halbfinale mit einer gehörigen Portion Selbstvertrauen zum Final-Four nach Berlin. Außerdem haben die Mittelhessen den kürzeren Anreiseweg und somit die geringere Belastung im Vorfeld des Spiels. „Wir könnten jetzt unzählige Faktoren aufzählen, die die Leistung beeinträchtigen können, aber alle diese Dinge haben absolut nichts mit dem Ziel zu tun, dass wir das Spiel gewinnen wollen und das haben meine Jungs schon so viele Male diese Saison bewiesen“, so Eble. Wenn man dem SG-Verantwortlichen bei diesem Worten zuhört, dann schafft er es in kurzen Sätzen, seine Überzeugung weiterzugeben. Dennoch wähnt er sein Team in der angenehmen Außenseiter-Rolle. „Aber wir haben eine Chance", sagt er. „Wir wollen den Bundesliganachwuchs aus Hüttenberg vor die größtmöglichen Probleme stellen." Über das Halbfinale hinaus denkt er noch nicht. Alle Konzentration gilt dem TV Hüttenberg - die Vorbereitung auf ein mögliches Finale würde erst morgen am späten Nachmittag beginnen. "Ich habe nie einen Schritt zu früh gemacht. Dementsprechend weiß ich lediglich, dass ich, wenn alles so kommt, wie viele hoffen, in der Nacht auf Sonntag nicht viel schlafen werde", schmunzelte der Chefcoach Jonas Eble der SG Ottenheim/Altenheim und stieg in den Bus zu seinen Jungs. Denn dann geht der Prozess wieder von vorne los, der erst einmal ein längeres Videostudium beinhaltet.

Ihr Chefcoach  stellt abschließend noch einmal klar: „Ganz ehrlich, es geht mir nicht darum im Vorfeld irgendetwas zu erzählen was sowohl Negatives als auch Positives passieren könnte oder welche Erwartungen wir an das Spiel  haben, sondern lediglich darum, dass wir es uns recht machen. Dementsprechend sollen meine Jungs mit Leidenschaft, Emotionen und Konzentration auftreten. Alles andere ist mir persönlich völlig egal“,  nach diesen Worten steigt er in den Bus, der die Ortenau Richtung Berlin verlässt.

Das Finale wird am Sonntag um 14 Uhr angepfiffen. Ein mögliches Spiel um Platz drei würde bereits um 10 Uhr beginnen.