Die SG Ottenheim/Altenheim empfängt am kommenden Samstag um 16.10 Uhr in der Herbert-Adam-Halle in Altenheim die Handball Akademie Leipzig/Delitzsch zum Halbfinale um die Süddeutsche Meisterschaft.
Wenn die SG O/A am Samstag die Handball Akademie Leipzig/Delitzsch empfängt, steht für die Spieler der Spielgemeinschaft Ottenheim und Altenheim ein absolutes Saisonhighlight an. Die Verantwortlichen sprechen sogar vom „Spiel des Jahres“. Die SG-Jugendleitung sieht sich aufgrund der Weiterentwicklung der Spieler auf dem richtigen Weg. Es ist das erste Highlight, das die Spielgemeinschaft auf überregionaler Ebene erleben darf. „Das Erreichte bestätigt unsere Arbeit und das SG-Konzept der letzten Jahre“, so ein zufriedener Jugendleiter Jochen Adam. Ein Großteil der Spieler der HA Leipzig/Delitzsch durfte am vergangenen Wochenende die Deutsche Vizemeisterschaft beim Länderpokalfinale feiern. Lediglich das Team aus Baden konnte sich vor der Sachsen-Auswahl platzieren. SG-Trainer Jonas Eble analysierte die Mannschaft aus dem Osten Deutschlands per Videostudium. Der herausragende Akteur der Handballakademie ist DHB-Spieler Max Emanuel, der die Position im rechten Rückraum besetzt. Ansonsten leben die Sachsen von ihrem Tempospiel. Das Umschalten der Handballakademie, vor allem von Abwehr auf Angriff, wird blitzschnell vollzogen. Somit sollte in erster Linie das Rückzugsverhalten nach einem Torerfolg und noch wichtiger nach einem Ballverlust durch einen Fehlwurf oder technischen Fehler bei der SG O/A vorhanden sein. „Wir müssen permanent konzentriert und körperlich präsent sein“, so SG Trainer Eble, „aber das ist auf diesem Niveau einfach normal, um ein Spiel erfolgreich gestalten zu können“. Der Sachsenmeister verfügt über eine kompakte 3:2:1-Abwehr, die die Akteure der SG Ottenheim/Altenheim vor Probleme stellen könnte. Außerdem wird sich bewahrheiten, dass die gegnerischen Spieler durchweg körperlich überlegen sind. Die SG Ottenheim/Altenheim setzt aller Wahrscheinlichkeit nach wieder auf ihre 6:0-Abwehr mit der sie sich in den letzten Spielen die Vizemeisterschaft gesichert hat.
„Wir nehmen diese Situation an und bereiten uns dementsprechend vor. Es ist ein Spiel gegen einen sehr starken Gegner und wir wollen's gewinnen. Dementsprechend ist alles super und ich habe richtig Bock auf dieses Spiel“, so der 27-jährige SG-Trainer vor dem Halbfinale. „Wir wollen das Maximale für uns rausholen und was das dann für ein Ergebnis bringt, werden wir sehen“, so Eble weiter. Aber auch eine Niederlage würde die SG Ottenheim/Altenheim nicht aus der Bahn werfen.
Obwohl in der Handballregion Ortenau der Bundesliga-Handball sein Ende fand, lebt der Jugendhandball weiter. Während in Südbaden über Jahre hinweg gute Jugendarbeit geleistet wurde, befindet sich die SG Ottenheim/Altenheim vehement im Aufschwung. Das Konzept ist stimmig und die Rahmenbedingungen verbessern sich Jahr für Jahr. Die Verantwortlichen stehen mit ebenso viel Enthusiasmus in der Halle, wie das Trainerteam und das hat sich ausgezeichnet. „Es haben alle Beteiligten, seien es die Spieler, die Trainer oder die Verantwortlichen, sehr viel Spaß“, sieht Eble die Basis für den Erfolg. Das einzige was der Chefcoach jetzt hofft, „dass die Spieler auf den Punkt fit sein werden“ und „ihre Leistung abrufen “. Die jungen SG-Spieler hoffen von den Zuschauern eine ähnliche Präsenz, wie ihr Trainer von ihnen fordert. „Wir bauen auf die Unterstützung jedes einzelnen. Wir werden alles geben, helfen Sie mit“, fordert Mannschaftskapitän Marco Fels im Vorfeld des Topspiels die SG-Fans auf. Denn mit der Baden-Württembergischen Vizemeisterschaft haben die jungen Handballer die Ortenau mehr als würdig vertreten. Die SG O/A zählt seit zwei Wochen, zu den zwei besten B-Jugend Mannschaften in Baden-Württemberg. Das hat das letzte Mal in der Ortenau eine Jugend Mannschaft 2007 geschafft, die danach sogar Deutscher Meister wurde.
