„Diese Jungs sind großartig!“

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Die SG Ottenheim/Altenheim zeigte im Halbfinal-Hinspiel um die Süddeutsche Meisterschaft der Handball Akademie Leipzig/Delitzsch die Grenzen auf und entschied das Heimspiel mit 27:25 (14:11) Toren für sich. Der Favorit aus Sachsen, der seine Spieler in einer Handballakademie ausbildet und einen hohen finanziellen Aufwand betreibt, musste sich der spielerischen Klasse und emotional auftretenden SG-Spielern geschlagen geben. Viele bezeichneten die Leistung der SG Ottenheim/Altenheim als taktische Meisterleistung gegen die Nachwuchstalente aus dem Osten Deutschlands. Doch SG-Trainer gab die Worte des Lobes mit einem schelmischen Grinsen nach dem Spiel sofort weiter: „Das was meine Jungs heute auf die Platte gebracht haben, war sensationell. Diese Laufbereitschaft, Einsatzwillen und auch die taktische Disziplin die wir gezeigt haben, das ist nicht normal, sonst würden es alle anderen Mannschaften auch tun!“

Lediglich in der Anfangsphase sah sich die SG O/A mit 1:3 Toren im Hintertreffen. Danach fand die 3:2:1-Abwehr der SG zu gewohnter Stärke. Und auch im Angriff wurden die Torchancen geduldig herausgespielt. Phasenweise hat die Mannschaft aus der Ortenau die Sachsen geradezu an die Wand gespielt. Im Angriff fanden diese gegen die starke SG-Abwehr kaum Mittel um die SG in Bedrängnis zu bringen. Dahinter agierte mit Florian Freund ein sicherer Rückhalt im Tor der SG. Aufgrund dieser Faktoren konnte sich die SG O/A in der ersten Halbzeit eine Fünf-Tore-Führung herauswerfen. Beim Halbzeitstand von 14:11 wechselten die Teams bei einem Jugendhandballspiel auf höchstem Niveau die Seiten.  „Wir haben in den Überzahlsituationen zu wenig Druck entwickelt und somit keine vernünftige Wurfchance herausgespielt. So etwas kommt vor und das werden wir versuchen bis nächste Woche abzustellen“, analysierte der akribische arbeitende Jonas Eble nach dem Spiel.

In der zweiten Halbzeit ging es auf diesem hohen Niveau weiter. Beide Mannschaften agierten stets auf Augenhöhe. Die SG-Akteure konnten die Drei-Tore-Führung bis zum 24:21 halten, ehe zwei technische Fehler die Handballakademie auf ein Tor herankommen ließ. Beim Stande von 25:25 hatte die Mannschaft aus Leipzig wieder ausgeglichen. Vor allem das hervorragend aufgezogene Tempospiel brachte die SG in dieser Phase nicht unter Kontrolle. Nach dem Ausgleich zog SG-Trainer Eble die „grüne Karte“, um seine Schützlinge wieder auf die Siegerstraße zu bringen. Eine Auslösehandlung, eine Auswechslung und die letzten beruhigenden und motivierenden Worte gab Eble seinen Spielern mit auf den Weg. Diese sollten, wie es der Spielverlauf zeigt Früchte tragen. Die SG Ottenheim/Altenheim netzte den Ball noch weitere zweimal im Tor der Gäste ein und musste selbst keinen Gegentreffer mehr hinnehmen. Somit gewann die SG O/A das Hinspiel verdientermaßen mit 27:25 Toren. Nach dem Schlusspfiff stürmte der Chefcoach der SG O/A auf das Spielfeld sprang erst seinem Torwart Florian Freund in  die Arme, und herzte jeder seinen Spieler voller Glückseligkeit und bedankte sich bei seinem Mannschaftkapitän Marco Fels sichtlich ergriffen mit Freudentränen in den Augen. Danach  machte er sich mit der Mannschaft auf den Weg zu den Fans, reckte beide Daumen in die Höhe und bedankte sich voller Respekt für die Unterstützung über 50 Spielminuten. Danach zeigte er schwungvoll, wie ein Dirigent eines Orchester, auf seine Spieler und klatschte voller Anerkennung „seinen Jungs“ Applaus. Danach verschwand er in der Kabine, um sich zu sammeln und nach kurzer Zeit im Interview gegenüber dem Mittelbadischen Presse TV zu erklären, wie großartig seine Jungs seien bzw. deren Auftreten.

Jetzt heißt es am Samstag in einer Woche in Delitzsch (Spielbeginn 16:00 Uhr) nochmals alles zu geben. „Wir werden das alles einordnen und in aller Ruhe reflektieren. Eines kann ich versichern, dass jeder Spieler nächste Woche noch einmal um sein Leben laufen wird.“ Aus taktischer Sicht braucht sich die SG Ottenheim/Altenheim keine Gedanken machen, wenn man das Hinspiel gesehen hat.

 

Aller Wahrscheinlichkeit nach wird die SG Ottenheim/Altenheim zum Auswärtsspiel in Delitzsch am Samstag den 16.04.2011 einen Fan-Bus einsetzen. Denn über die Unterstützung ihrer Fans würde sich die Mannschaft bei diesem Rückspiel gegen die HA Leipzig/Delitzsch, um den im Voraus für unmöglich gehaltenen Finaleinzug, freuen.

 

 

SG Ottenheim/Altenheim: F. Freund, S. Rauer;  Weidtmann (3), Fels (2), Metier (2), Strosack (8), Gässler (7), Fritsch (5/2), M. Maier, F. Maier, Faißt, Hierlinger, Beiser, Heim.

Trainer: Jonas Eble

 

Handballakademie Leipzig/Delitzsch: Flemming, Paul; Emanuel (11/7), Kozikalla (5), Mittag (1), Weber (2), Baum (3), Detter (1), Mendisch (2), Becker, Reichenbach, Bölke.

Trainer: Mario Huhn

 

Spielfilm: 0:1, 1:3, 3:3, 5:5, 7:7, 10:7, 12:7, 13:8, 14:10, 14:11 – 15:11, 17:13, 20:16, 21:18, 24:20, 24:23, 25:23, 25:25, 26:25, 27:25.