SG O/A: „Jetzt ist in der eigenen Halle Alles möglich!“

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Der Süddeutsche Meister 2011 wird erst am 07.05.2011, um 18:45 Uhr in der Riedsporthalle in Ichenheim ermittelt. Denn die SG Ottenheim/Altenheim legte im Final-Hinspiel in der Sparkassen-Arena Elsenfeld gegen das HBLZ Großwallstadt eine respektable Leistung auf das Parkett und verlor das Hinspiel zwar  mit 33:31 Toren (12:11), hat aber nun alle Möglichkeiten um die Süddeutsche Meisterschaft.  „Wenn ich vor der Saison gesagt hätte, wir stehen am Ende der Saison im  Finale um die Süddeutsche Meisterschaft und im Viertelfinale um die Deutsche Meisterschaft, hätte mich jeder für bekloppt gehalten“, so SG O/A-Trainer Jonas Eble.

Die SG Ottenheim/Altenheim, die als klarer Außenseiter in dieses Hinspiel gegangen ist ärgerte das Handballleistungszentrum bis zum Schlusspfiff. Beim Anpfiff schien es so als stecken den Spielern die 3 Stunden Busfahrt noch in den Gliedern. Im Nu sahen sich die Spieler aus der Ortenau mit Gästetrainer Jonas Eble mit 3:0 im Hintertreffen. Beim Stande von 8:4 zog das HBLZ weiter davon. „Wir sind in dieser Phase nie von unserer taktischen Linie abgekommen und haben die Ruhe bewahrt“, zeigte sich SG-Trainer Eble beeindruckt von seinen Spielern. Die Abwehr stabilisierte sich von Spielminute zu Spielminute und der Angriff spielte weiter strukturiert. Dieses Verhalten brachte die SG Ottenheim/Altenheim bis zur Halbzeitpause auf ein Tor an Großwallstadt heran. Somit wurden beim Stande von 12:11 die Seiten gewechselt. „Uns hat heute die Beweglichkeit in den einzelnen Aktionen gefehlt, vor allem in der Abwehr. Trotzdem haben wir das Maximale herausgeholt“, analysierte der SG-Chefcoach nach dem Spiel.

Die zweite Halbzeit begann sehr ausgeglichen. Die SG O/A, die Anspiel in der zweiten Halbzeit hatte netzte den ersten Ball im Tor ein und glich zum 12:12 aus. Die Spieler aus Großwallstadt zogen das Tempo immer mehr an. Vor allem, der im rechten Rückraum spielende Yannick Bacdina wurde immer stärker und konnte am Ende 10 Tore für das HBLZ für den Heimsieg beisteuern. Die SG O/A kam in dieser Phase den berühmten Schritt zu spät. „Wir haben es in dieser Phase des Spiels den Spielern aus Großwallstadt leicht gemacht Tore zu werfen“,  resümierte Jonas Eble. Dieses sollte sich auch binnen weniger Minuten im Ergebnis widerspiegeln. Das Handballinternat schraubte das Ergebnis binnen weniger Minuten auf  27:21 in die Höhe. In der 39. Minute sah sich Gästetrainer gezwungen eine Auszeit zu nehmen. Eine taktische Umstellung des Abwehrsystems, sowie mehr Ruhe im Angriffsspiel war die Folge dieser Besprechung. Außerdem konnte man die letzten Worte des SG-Trainers in dieser Auszeit gut hören „Hey Jungs, jedes Tor zählt. Wir können noch ein positives Ergebnis erreichen und dafür geben wir jetzt nochmal elf Minuten Alles!“ Was danach folgte war unbeschreiblich. Die Spieler aus der Ortenau holten Tor um Tor auf. Mittlerweile war der Vorsprung des HBLZ auf 33:30 Tore geschrumpft. Diese wollten unbedingt mit einer vier Tore Führung in das Rückspiel gehen. Dementsprechend nahm HBLZ-Trainer Christian Plesser 35 Sekunden vor Spielende eine Auszeit. Doch statt des Tores für Großwallstadt, kam Peter Strosack an den Ball, leitete den Gegenstoß eine den Yannick Metier 2 Sekunden vor Spielende zum 33:31 im gegnerischen Tor unterbrachte.

Insgesamt hat die SG durch die fehlende Beweglichkeit in der Abwehr, zwei verworfener Siebenmeter und ein paar freien vergebenen Chancen den Sieg verpasst. Dennoch hat sich die SG Ottenheim/Altenheim für das Rückspiel in eine Position gebracht, bei der es nächsten Samstag bei Null losgeht. Nach dem Spiel herrschte pure Freude im Lager der SG O/A und auch Trainer Eble fand  lobende Worte für sein Team: „Das was die Jungs heute wieder abgezogen haben, obwohl einige Spieler nicht ihren besten Tag hatten,  ist einfach sensationell. Ich bin sehr sehr stolz auf meine Jungs und das wissen sie auch!“

Beim Rückspiel hoffen jetzt alles Spieler, dass sich die SG-Fans zahlreich auf den Weg in die Riedsporthalle Ichenheim begeben, um das HBLZ Großwallstadt für die größtmöglichen Probleme zu stellen und die neue Riedsporthalle zur „Hölle-Süd“ zu machen. Die SG O/A wird versuchen, das im Vorfeld für unmöglich gehaltene Süddeutsche Finale, für sich zu entscheiden.  „Jetzt ist Alles möglich in der eigenen Halle“, so Mannschaftskapitän Marco Fels. “Helfen Sie mit eine einzigartige Atmosphäre zu schaffen“, appelliert Fels an die Jugendhandball-Fans der Ortenau.

 

HBLZ Großwallstadt: Plaue, Paul; T. Spieß (4), L. Spieß (6),  Bacdina (10/4), Kohlbacher (3), Damm  (7), Stenger (2), Kwiatkowski (1), Rother, Casselmann, Jost, Schönig, Bauer.

Trainer: Christian Plesser

 

SG Ottenheim/Altenheim: Freund , Rauer; Weidtmann (4/2), Fels (3), Gässler (8), Metier (5), Strosack (8/1), Fritsch (3), M. Maier, Faißt, Beiser, Heim, Hierlinger.

Trainer: Jonas Eble