Für die SG Ottenheim/Altenheim steht am Samstag, den 21. Mai um 18:00 Uhr das Viertelfinal-Hinspiel um die Deutsche Meisterschaft gegen keinen geringeren Gegner als den SC Magdeburg an. Die Verantwortlichen der SG O/A wollen ein abschließendes Saisonhighlight in der heimischen Halle daraus machen und sich somit für die gezeigten Leistungen über die gesamte Saison bei ihren Spielern und ihrem Trainer bedanken. „Wir werden alles auf die Beine stellen, dass das letzte Heimspiel den Spielern ewig in Erinnerung bleibt“, verrät der Vorstand Karl-Heinz Jund im Vorfeld der Partie. Denn selbst im Falle eines Weiterkommens unter die vier besten Mannschaften Deutschlands wird kein Heimspiel mehr folgen, da das Halbfinale und Finale als Final-Four gespielt wird und in diesem Jahr in der Bundeshauptstadt Berlin stattfinden wird.
Für die SG O/A überschlagen sich die sportlichen Highlights im Mai. Nach dem sie sich gegen ein bärenstarkes HBLZ Großwallstadt vor einer Woche nach einer atemberaubenden Vorstellung mit 18:22 Toren in der eigenen Halle geschlagen geben musste, herrscht mittlerweile beim Süddeutsche Vizemeister, SG Ottenheim/Altenheim, wieder Vorfreude auf die neue Aufgabe. Die SG hat zuerst Heimrecht, ehe es dann am darauffolgenden Sonntag, den 29.05.11, um 12:30 Uhr zum alles entscheidenden Rückspiel in Magdeburg kommen wird. Der SC Magdeburg verfügt über drei Jugendnationalspieler und gilt als „Abonnement-Meister“ im A- und B-Jugendhandball. „Der Spieler im linken Rückraum ist 2,03 Meter groß, sehr wurfgewaltig und die beiden Außenspieler sind das Beste, was ich seit vielen Jahren in einer B-Jugend gesehen habe. Dazu kommt eine knallharte 6:0-Abwehr, die durch einen sehr großen Mittelblock überzeugt“, spricht SG-Trainer Eble voller Respekt über die Qualitäten, die der SCM vorzuweisen hat. „Was Sie daran, aber auch sehen können, dass wir vorbereitet sein werden, wenn das Spiel am Samstag angepfiffen wird“. Für die SG Ottenheim/Altenheim ist dieses Spiel ein absolutes Novum, das heißt ein bisher in dieser Form noch nie dagewesenes Ereignis. Jonas Eble führte seine Jungs eher unauffällig unter die besten acht Mannschaften in Deutschland. Aber auch schon im Süddeutschen Finale war die SG O/A aus taktischer Sicht keineswegs unterlegen, lediglich die Physis, machte den Unterschied. „Es ist schwer wenn deine Gegenspieler stets 10-15 Kilogramm mehr auf die Waage bringen, aber genau das ist es, was auch in der Handball-Bundesliga bei einigen Spielen den Unterschied macht“, so der Chefcoach über die nicht beeinflussbaren Voraussetzungen.
Die SG Ottenheim/Altenheim bereitet sich nun seit zwei Wochen auf diese Partie vor. Während einige Spieler in der ersten Woche ihre Blessuren auskurieren sollten, standen dementsprechend für das Kollektiv zwei Trainingseinheiten im Bereich der Koordination und Kräftigung an. Aus Erfahrung der vergangenen Jahre wird der SC Magdeburg eine knallharte Abwehr spielen, so dass es aller Wahrscheinlichkeit nach härter zur Sache geht, als gegen das HBLZ Großwallstadt. Das wird auch in der Vorbereitung bei der SG O/A eine Rolle spielen, die oftmals einfach zu brav agiert. SG-Chefcoach Eble hofft auf eine optimale Vorbereitung für das Viertelfinale in eigener Halle: „Das Bundesfinale der Schulen, an dem drei Oken-Gymnasiasten mitgewirkt haben ist ad acta gelegt und die Realschulprüfungen haben meine Jungs erfolgreich hinter sich gebracht. Dementsprechend ist alles super und wir können den Fokus, mit all unserer Konzentration und der uns gegebenen Energie, auf die Aufgabe gegen den SC Magdeburg legen. Und der SG-Trainer strotzt nur so vor Energie, denn er hatte die letzten Wochen meist mehr als 14 Stunden-Tage. Diese entlädt sich dann meist nach dem Anpfiff, indem er seine Jungs anfeuert, aufmuntert, gute Aktionen frenetisch beklatscht und dabei im Wechselraum an der Seitenlinie hoch und runter läuft. Die Zuschauer und SG-Fans, die bereits im Süddeutschen Finale wie eine Wand hinter der Mannschaft gestanden sind, werden auch in dieser Partie extrem wichtig sein. „Letztes Mal mussten wir uns an die Kulisse gewöhnen und dieses Mal wollen wir die außergewöhnliche Atmosphäre, zu unseren Gunsten nutzen“, so der sympathische Kreisläufer und Mannschaftskapitän der SG Ottenheim/Altenheim voller Vorfreude.
Auf jeden Fall wird es für SG-Trainer Jonas Eble das letzte Heimspiel mit dieser Mannschaft sein bzw. wie er es ausdrücken würde: „mit seinen Jungs“. Auf die Frage ob das etwas Besonderes ist, antwortete der 28-Jährige: „Natürlich ist das etwas Besonderes. Jedes Spiel war für uns etwas Außergewöhnliches, indem meine Jungs 22 Mal über sich hinausgewachsen sind, unabhängig vom Ergebnis. Wer das als normal empfindet, hat nicht mehr alle Latten am Zaun und hat nichts von diesem unheimlich fordernden Spiel Handball verstanden. Dementsprechend hoffe ich, dass die Mannschaft von den SG-Fans frenetisch unterstützt wird und am Ende der Vollgas-Veranstaltung, unabhängig vom Ergebnis, gefeiert wird. Das wünsche ich meinen Spielern und wenn das so ist, dann war es auch ein besonderes, letztes Heimspiel für mich!“