SG O/A zieht sensationell ins DM-Halbfinale ein!

FacebookTwitterGoogle bookmarkDel.icio.usDigg

Die SG Ottenheim/Altenheim steht nach einem von Emotionen geprägten Rückspiel, das die SG Ottenheim/Altenheim mit 29:24 Toren verlor, im Halbfinale um die Deutsche Meisterschaft 2011. Während den Jubelszenarien der Mannschaft rang SG O/A- Chefcoach Jonas Eble nach Worten: „Mein erster Dank geht an die mitgereisten SG-Fans. Es ist unbeschreiblich welche Gefühle frei wurden, als der Abpfiff ertönte und feststand dass, das Frühlingsmärchen definitiv in Berlin beim Final-Four weitergeht und wir zu den vier besten B-Jugend Teams in Deutschland gehören.“ Beim enthusiastischen SG-Trainer, der in den letzten Wochen kaum Zeit für Erholung fand, weil er seine Jungs in jedes Spiel optimal vorbereitet schickte, löste sich nach dem Abpfiff jegliche Anspannung. Dieser lief auf das Spielfeld und schloss seinen Torwart Florian Freund, der wie bereits im Hinspiel ein glänzender Rückhalt war, in seine Arme und dankte ihm.

Der Tag des Rückspiel war gekommen vor dem SG-Spieler Felix Gässler im Vorfeld ankündigte: „Das lassen wir uns nicht mehr nehmen!“ Dementsprechend betrat Gästetrainer Jonas Eble, wie schon im Hinspiel mit stoischer Gelassenheit die Halle, strahlte Ruhe und Konzentration aus. Auch in diesem Rückspiel war die SG Ottenheim/Altenheim von Beginn an hellwach. Die SG-Spieler ließen auf Worte auch Taten folgen. Die 3:2:1-Abwehr um Mannschaftskapitän Marco Fels zeigte sich wie schon im Hinspiel, das mit 28:19 für die SG O/A endete, äußerst kompakt. Dahinter zeiget Florian Freund auch eine Woche später, dass seine Leistung letzte Woche keine Eintagsfliege war, sondern dass er diese stetig abrufen kann. Immer wieder wurden Bälle in der Abwehr hart umkämpft und danach blitzschnell zum Gegenstoßspiel übergegangen. Der Positionsangriff der Gäste war geprägt von Struktur und Entschlossenheit auf allen Positionen. So führte der SC Magdeburg, der zur Vorwoche stark verbessert aufgetreten war, zur Halbzeitpause mit 2 Toren beim Stande von 14:12.

Die zweite Halbzeit hatte nochmal alles was ein Handballspiel ausmacht. Der SC Magdeburg setzte nun alles auf eine Karte und spielte eine komplette offene Deckung. Die SG-Spieler hatten damit ihre Probleme und vergaben zudem beste Torchancen. Somit führte der SCM Mitte der zweiten Halbzeit mit 4 Toren. Gästetrainer Eble war gezwungen eine Auszeit zu nehmen. Dennoch schafften es die Hausherren, in einer Phase in der die SG verunsichert wirkte, sich sogar auf 6 Toren abzusetzen. Doch als alles in die falsche Richtung zu laufen schien, nahmen die Spieler, ihr Herz in die Hand und man konnte sehen, dass sie sich diesen Einzug ins Final-Four nicht mehr nehmen lassen wollten. Mehr Bewegung und jeder einzelne brachte sich ein, kämpfte bis zur Erschöpfung, so dass der Ball wieder im Netz des SCM zappelte. Als sich die SG O/A in der Endphase nicht weiterabschütteln ließ und zum 29:23 verkürzte, war auch in den Gesichtern auf Magdeburger Seite zu sehen, dass die neun Tore aus der Hinspiel-Niederlage nicht aufzuholen waren. Stattdessen gab  es stehende Ovationen und ein lautstarkes „Berlin, Berlin, wir fahren nach Berlin“ während der letzten Spielminute aus dem Fanblock der SG Ottenheim/Altenheim zu hören.

Die Mannschaft, um SG-Trainer Jonas Eble zeigte auch in diesem Spiel, dass sie stets an sich glaubte und spielte bis zum Schlusspfiff, den Handball, den allen Zuschauern seit September vergangenen Jahres so viel Spaß bereitete.

Und  dann war es endlich soweit als die SG-Fans begannen die letzten zehn Sekunden der 50. Minuten Spielzeit von zehn abwärts zählten. „Zehn, neun, acht, ….“ Danach ging selbst der Schlusspfiff im grenzenlosen Freudentaumel der SG-Spieler völlig unter. Auch das Ergebnis auf der Anzeigetafel von 29:24 für den SCM interessierte absolut niemanden mehr in der Halle.

SG-Trainer Jonas Eble, der mit seiner Arbeit großes geleistet hatte, war nach dem Schlusspfiff völlig losgelöst: „Grandios, phänomenal, einzigartig und sensationell! Das was meine Jungs bis heute Mittag abgezogen haben, ist das Ergebnis einer Mannschaft, die immer an sich geglaubt hatte und Leidenschaft und Emotionen wie keine andere verkörpert. Jetzt können wir von einem Märchen sprechen, das die Gebrüder Grimm nicht besser hätten schreiben können und vor allem sind wir ein Teil davon!“ Während die Spieler sich mit dem Auslaufen beschäftigten wurden sie immer noch von den SG-Fans gefeiert.

„Momentan denke ich, dass es in diesem Moment d.h. um Punkt 13.45 Uhr als der Abpfiff ertönte, keinen glücklicheren Menschen auf diesen Planeten geben könnte wie mich,“ reflektierte der SG-Chefcoach mit einem Grinsen über das ganze Gesicht und ergänzte vor Freude sichtlich ergriffen „doch vielleicht noch 13 Jungs, die wissen wie hart wir dafür gearbeitet haben für diese Momente und ich bin unendlich stolz auf jeden einzelnen meiner Jungs!“

Somit steht fest, dass im Final-Four in Berlin am 11. Und 12. Juni 2011 die SG Ottenheim/Altenheim zu den vier besten deutschen B-Jugend Mannschaften zu zählen ist, und im Halbfinale aller Wahrscheinlichkeit nach auf den Bundesliga Nachwuchs des TV Hüttenberg trifft.

„Ich wollte eigentlich am 11. Juni in den Urlaub fahren, aber ich habe mir diesen Termin immer freigehalten und schon am Anfang des Jahres gesagt, wir buchen erst am 18. Juni, dann müssen wir zumindest nichts stornieren“, antwortete der 28-Jährige mit einem schelmischen Grinsen.

 

SG Ottenheim/Altenheim: Freund, Rauer; Weidtmann (5/1), F. Maier, M. Maier, Fels 2, Heim 2, Metier 1, Faißt, Beiser, Strosack 4/2, Gässler 3, Fritsch 7.

Spiel-Film: 1:0, 3:1, 5:3, 7:5, 9:6, 10:7, 10:8, 11:10, 11:11, 11:12, 13:12, 14:12 – 15:13, 17:16, 22:18, 23:19, 24:21, 27:21, 28:22, 29:23, 29:24